Ethik macht klick- Digitale Herzensbildung

Passend zum 10. Saferinternetday (10.02.2015) mit dem Thema „Grenzenloses Internet – Wie weit gehe ich?“ oder international:„Let´s create a better internet together”! wird es ein neues klicksafe-Unterrichtmodul mit dem Titel: „Ethik macht klick – Werte-Navi fürs digitale Leben“ bereitgestellt.

„Das Internet ist ein Ort, an dem Gutes und Böses nah beieinander liegen. Es kommt auf das Verhalten jedes Einzelnen an, auf die Selbstkontrolle beim Posten, auf Empathie für das virtuelle Gegenüber und nicht zuletzt auf „Netzcourage“!“  Das möchte der Safer Internet Day bei Euch ins Gespräch bringen. Sasch Lobo, Kolumnist bei Spiegel Online wünscht sich in seinem Artikel „Netzhass ist gratis!“ eine neue digitale Herzensbildung.

Und damit meint er nicht die das hier Bildschirmfoto 2015-02-09 um 15.15.01

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Freunde treffen ist Top1!

Freunde treffen und draußen spielen ist immer noch die meistgenannte Freizeitbeschäftigung der 6-13-jährigen in Deutschland. So zu lesen in der neuesten KIM-Studie.

Tabelle aus der KIM-Studie

Eine Basisuntersuchung zum Medienverhalten von Kindern hat natürlich auch noch über- raschendere Ergebnisse. Der Anteil der jüngsten User bei sozialen Netzwerken (SVZ, Facebook) stieg in den letzten 2 Jahren von 16% (2008) auf 43% 2010. Um das zehnfache gestiegen ist auch der Anteil der Kinder, die persönliche Daten, Fotos oder Filme ins Netz stellen. Hier ist Information über Datenschutz eine wichtige Aufgabe. Eine neue Website bietet Hilfe dazu an, sie heißt surfen-ohne-risiko.de. Dass etwas davon schon bei den Kids angekommen ist, zeigt, dass bei 73% die persönlichen Daten nur für Freunde sichtbar sind.

Egypt goes net! Das Internet als Katalysator des Protests!

Mithilfe von Twitter oder Facebook organisierten sich die Demonstrierenden in Nordafrika und im Nahen Osten. Welche Rolle spielt das Internet dabei? ARD-Korrespondenten geben interessante Einblicke hier.

Es gibt aber auch Stimmen die Begriffe wie „Facebook-Revolution“ stören. Denn damit werden unterschiedliche politische und soziale Ausgangslagen in verschiedenen Ländern verwischt. Und es wird suggeriert, dass dieselbe Technologie dasselbe Resultat immer wieder erzielen kann. Dies berichtet Mathieu von Rohr in seinem Artikel „Die Revolution, die keine war“ bei Spiegel Online.
Dort kommt auch Internet-Vordenker Evgeny Morozov zu Wort: Er berichtet davon, dass in Ägypten und Tunesien die Armut und der Frust der Jugend groß sind. Beide litten seit Jahrzehnten unter einer Diktatur. „Nicht das Netz, nicht das Handy und nicht das Satellitenfernsehen heizten den Volkszorn an. Es waren die Verhältnisse, die die Menschen auf die Straße trieben. Nicht alles, was im Internet stattfindet, hat auch mit dem Internet zu tun. Es gibt keine Facebook-Revolutionen, genauso wenig, wie es Handy-Revolutionen und Flugblatt-Revolutionen gibt.“

Castor 2.0

Die aktuellen Proteste gegen den Castortransport und die Atompolitik der Bundesregierung laufen schneller den je durch das Nutzen von Web 2.0. Ob bei Twitter oder Facebook viele Web 2.0 Anwendungen werden von den Aktivisten vor Ort bedient.

Screen aus Facebook
Es gibt dazu die klassische Internetseite wie bei x-tausendmalquer oder eine Sammlung von verschiedenen Anwendungen über den Internetauftritt der Tagesschau