MUT IM NETZ – für mehr Zivilcourage bei der digitalen Kommunikation

Die BERTINI-Initiative MUT IM NETZ – für mehr Zivilcourage bei der digitalen Kommunikation – startet  Projekte mit vier Hamburger Schulen.

Gemeinsam mit Expert_innen sollen Ideen z. B. gegen Cybermobbing und Gewalt in der Kommunikation per Smartphone und Internet von und mit Schüler_innen entwickelt werden. Der Profilkurs Mediengesellschaft des Kurt-Körber Gymnasiums hat dazu einen Seminartag mit dem Titel „Du kannst was bewegen“ gestaltet und dazu Expert_innen von der MAHSH, des LI’s, NDR, TAZ Nord und einige mehr eingeladen. Erste Ergebnisse auf dem Schülerblog. Erste Ergebnisse sind hier bereits zu sehen.
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Ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung versucht dem Thema Cybermobbing mittels Befragungen auf die Spur zu kommen und es so für Schüler_innen bearbeitbar zu machen.

Screenschot www.bpb.de

Screenschot http://www.bpb.de

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Cybermobbing ist kein Randphänomen mehr!

Cybermobbing ist kein Randphänomen, sondern weitverbreitete Realität“, konstatiert Dr. Stephanie Pieschl vom Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dabei wurde laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) jeder fünfte betroffene Schüler in NRW im Internet oder per Handy direkt bedroht oder beleidigt. Laut ihrer Studie nutzen 99 Prozent der Befragten das weltweite Netz. Täglich surfen 69 Prozent der nordrhein-westfälischen Schüler länger als eine Stunde im Internet, 63 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv, 36 Prozent in Chatrooms.

Die Opfer einer Cybermobbing-Attacke sind nicht nur wütend (70 Prozent), verzweifelt (24 Prozent) oder fühlen sich hilflos (22 Prozent), sondern leiden auch unter körperlichen Folgen. Von Schlafstörungen berichten 17 Prozent, Kopfschmerzen nennen 10 Prozent und Bauchschmerzen acht Prozent als Reaktion auf Cybermobbing.

Pressefoto der Techniker Krankenkasse

Für die Forsa-Umfrage wurden in Nordrhein-Westfalen zwischen Mitte März und Anfang April 1.000 deutschsprachige Schüler zwischen 14-20 Jahren telefonisch interviewt.

Ein paar Tipps, wenn man Opfer von Cyber-Mobbing geworden ist, findet ihr hier

Computerspiele machen schön!

Das Computergames schön machen würde keiner vermuten und man glaubt es kaum, dieser Zusammenhang ist bisher auch wissenschaftlich nicht bewiesen. Ebenso wenig gibt es einen Beweis dafür, dass ein Computerspiel an sich gewalttätig macht. Interessant ist die Frage: Passiert etwas mit dem Spieler während er gewalthaltige Spiele spielt? In eine andere Richtung zielt der Aspekt: Spielen latent aggressive Menschen eher gewalthaltige Spiele als andere?
Dr. Tilo Hartmann von der Uni Köln schreibt :
„Solche (gewalthaltigen) Wirkungen treten in einem komplexen Netz an Einflussfaktoren und mediatisierenden Aspekten auf. Hierzu zählen natürlich die Persönlichkeit der Nutzer, die nicht nur augenscheinlich an aggressive Tendenzen gebundene Merkmale (wie z.B. Impulsivität oder Feindlichkeit gegenüber der Welt) einschließt, sondern auch komplexer vernetzte Eigenschaften (z.B. Empathie und emotionale Labilität). Die Persönlichkeit bildet sich wiederum nicht in einem luftleeren Raum aus, sondern ist in eine bestimmte Entwicklungshistorie und eine spezifische soziale und materielle Umwelt eingebettet.“ (gefunden bei mediaculture-online.de).
Und kommt mir jetzt nicht mit dem kriminologischen gepfeifer daher 😉