Film und Kunst mit Konsumkritik

Zwei Interessante Medienprodukte sind gerade aufgetaucht. Sie zeigen den Umgang mit der Überflussgesellschaft und den Weg, wie Medienprodukte unser schlechtes Gewissen erreichen.
Projekt a heißt „Davies McDonalds Happy Meal Project“, bei Flickr hat Künstlerin Sally Davies sechs Monate lang täglich ein Foto von „Pommes/Hamburger“ der MCD Kette erstellt . Ihr Endergebnis: „… on the second day, my dogs stopped circling the shelf it was sitting on trying to see what was up there….’And now, at six months old, … the only change, that I can see is that it has become hard as a rock.“ berichtet sie der „Daily Mail“.

Projekt b ist ein Film der ARD zur Ihrer Themenwoche Essen ist Leben. Der Film heißt Frisch auf den Müll und kann online angesehen werden. Interessant dazu auch das Interview mit dem Filmemacher Valentin Thurn bei Heise online. Dabei am Ende ein Zitat von Walter Fürst: „Wer mehr als Hunger hatte, war einst Denker. Heute ist Denker, wer die Sattheit nicht länger erträgt.“

Advertisements

Sonne geht im Norden auf! Neue Studie zur Naturerfahrungen bei Kids!

3000 Jugendliche von 11-15 wurden mit über 150 Fragen zu ihrem Naturverständnis befragt. Für viele geht die Sonne inzwischen im Norden auf, Hühner legen
drei Eier am Tag, Kühe haben elf Zitzen, aus dem Hirsch ist ein Reh und aus dem Kitz ein Kid geworden.
„Dank Hollywood geht vielen Jugendlichen ‚Tyrannosaurus rex’ flüssiger über die Lippen als ,Rehkitz’, das auch mal schnell zum Hirschling wird“, so DJV‐Präsident Jochen Borchert. In der Studie erfährt man auch etwas über die Medienerfahrung der Forscher: Laut Wolfgang von Geldern (Bei dem Namen sollte es dem Wald eigentlich besser gehen), Präsident des Waldschutzverbandes, könnte das Eichhörnchen der neue Super‐Mario sein, denn im Wald ist viel los. Es gibt auch konkrete Änderungsvorschläge in der Studie, z.B. mit Aktionen wie „Lernort Bauernhof“ oder „Tag des offenen Hofes“, so dass die Kids mal Milch von einer echten Kuh downloaden können.

Tja, warum ist das so? Medienkonsum ist zwar nicht so doll, aber unter Google Bilder findet man 573.000 Ergebnisse zu Eichhörnchen und bei Youtube 2790 Filmchen über das putzige Tier, dass sollte doch reichen oder?

mehr zur Studie bei www.ima-agrar.de