Cybermobbing ist kein Randphänomen mehr!

Cybermobbing ist kein Randphänomen, sondern weitverbreitete Realität“, konstatiert Dr. Stephanie Pieschl vom Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dabei wurde laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) jeder fünfte betroffene Schüler in NRW im Internet oder per Handy direkt bedroht oder beleidigt. Laut ihrer Studie nutzen 99 Prozent der Befragten das weltweite Netz. Täglich surfen 69 Prozent der nordrhein-westfälischen Schüler länger als eine Stunde im Internet, 63 Prozent sind in sozialen Netzwerken aktiv, 36 Prozent in Chatrooms.

Die Opfer einer Cybermobbing-Attacke sind nicht nur wütend (70 Prozent), verzweifelt (24 Prozent) oder fühlen sich hilflos (22 Prozent), sondern leiden auch unter körperlichen Folgen. Von Schlafstörungen berichten 17 Prozent, Kopfschmerzen nennen 10 Prozent und Bauchschmerzen acht Prozent als Reaktion auf Cybermobbing.

Pressefoto der Techniker Krankenkasse

Für die Forsa-Umfrage wurden in Nordrhein-Westfalen zwischen Mitte März und Anfang April 1.000 deutschsprachige Schüler zwischen 14-20 Jahren telefonisch interviewt.

Ein paar Tipps, wenn man Opfer von Cyber-Mobbing geworden ist, findet ihr hier

Advertisements

Schütze sich wer kann!

Manchmal möchte jeder gerne seine Kinder in einen großen Schutzmantel hüllen. „Im wirklichen Leben würden Sie Ihre Kinder schützen. Dann machen Sie es doch auch im Internet“, so steht es am Ende eines Klicksafe Werbespots. Und wie soll das gehen? Dazu gibt es viel Information im Internet. Z.B. mit dem Windows Jugendschutzfilter oder mit dem Microsoft Programm „Familiy Safety“. Weitere Details dazu kann man hier finden.
Problematisch wird es, wenn die Kontrolle heimlich und ohne Wissen des Kindes geschieht. „Ich will doch nur Dein Bestes.“ Sätze wie: „Überprüfen der Kontaktliste Ihrer Kinder“ finde ich schon eher bedenklich.

Wer sich technisch gut auskennt kann sich hier auch selbst einen Eindruck über Filterlösungen machen.