Medienstudie JIM 2011 ist online!

Trotz der großen Auswahl an Medienangeboten und der Präferenz für elektronische Medien wissen Jugendliche auch „alte“ Medien zu schätzen: 44 Prozent der Jugendlichen lesen regelmäßig Bücher und 42 Prozent Tageszeitungen. Das alles kann man nachlesen in der neuen JIM Studie 2011.

Auf die Frage, welchem Medium sie bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten glauben würden, schenken die Jugendlichen zu 40 Prozent der Tageszeitung das größte Vertrauen. 29 Prozent entscheiden sich für das Fernsehen und 16 Prozent für das Radio. Trotz der hohen Alltagsrelevanz des Internets, entfallen bei dieser Frage hierauf nur 14 Prozent der Nennungen.
Die Studienreihe JIM wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Für die Befragung wurden ca. 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren im Frühsommer 2011 telefonisch befragt. Neben Daten zur Internetnutzung enthält die JIM-Studie Angaben zum Freizeitverhalten und Themeninteressen sowie Mediennutzungsdaten zu Fernsehen, Radio, Büchern, Computerspielen und Handy.

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Freunde treffen ist Top1!

Freunde treffen und draußen spielen ist immer noch die meistgenannte Freizeitbeschäftigung der 6-13-jährigen in Deutschland. So zu lesen in der neuesten KIM-Studie.

Tabelle aus der KIM-Studie

Eine Basisuntersuchung zum Medienverhalten von Kindern hat natürlich auch noch über- raschendere Ergebnisse. Der Anteil der jüngsten User bei sozialen Netzwerken (SVZ, Facebook) stieg in den letzten 2 Jahren von 16% (2008) auf 43% 2010. Um das zehnfache gestiegen ist auch der Anteil der Kinder, die persönliche Daten, Fotos oder Filme ins Netz stellen. Hier ist Information über Datenschutz eine wichtige Aufgabe. Eine neue Website bietet Hilfe dazu an, sie heißt surfen-ohne-risiko.de. Dass etwas davon schon bei den Kids angekommen ist, zeigt, dass bei 73% die persönlichen Daten nur für Freunde sichtbar sind.

JIM sagt: „Die Jugend hat dazugelernt!“

Die aktuelle JIM-Studie 2010 fand heraus, dass bei Jugendlichen die Bereitschaft persönliche Daten im Internet zu verbreiten gegenüber dem Vorjahr rückläufig ist. Zudem verwenden immer mehr Jugendliche sogenannte „Privacy-Optionen“. Diese Konfigurationsmöglichkeiten, die die Daten nur für einen bestimmten Personenkreis sichtbar zu machen, nutzen zwei Drittel der Jugendlichen.

JIM steht für „Jugend, Information, (Multi-)Media“ und ist der Name einer der wichtigen Jugend-Medienstudien in Deutschland.