Mein Kind hängt an der Online-Nadel! Diagnose surfsüchtig umstritten!

Im neuen Medienmagazin „Scout“ der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holsteinwird das Thema „Diagnose surfsüchtig“ kontrovers diskutiert. Laut einer Studie des Hans-Bredow-Instituts liegt der Anteil exzessiver Nutzer unter den deutschen Computerspielern ab 14 Jahren, die „abhängig“ seien bei 0,5 %. Andere Studien sprechen laut Scout von höheren Zahlen. Eindeutige Zahlen und Ergebnisse zur Onlinesucht gibt es nicht. Nach wie vor ist der Begriff „süchtig“ im Zusammenhang mit Internetverhalten bei Wissenschaftlern stark umstritten. „Meistens ist die Sorge jedoch unbegründet, das Surfverhalten allenfalls exzessiv, aber nicht als Sucht zu beschreiben, wie Colette See vom Büro für Suchtprävention der Stadt Hamburg beobachtet hat: Wir müssen die Eltern oft beruhigen, der Suchtbegriff wird inflationär gebraucht.“

Scoutmagazin MA HSH

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Phantombrummen in der Hosentasche!

Die ARD-Themenwoche „Der mobile Mensch- Netzmobilität mit Suchtpotenzial. Virtualität ersetzt Realität“, so die Schlagworte zu dieser Woche. Die physische Mobilität weicht zunehmend der virtuellen, denn es ist mittlerweile egal, wo man sich auf der Welt befindet: Die Welt wird zum Dorf, Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Die Arbeitswelt verändert sich dramatisch: Von Mitarbeitern wird erwartet, überall online zu sein. Und das heißt: immer erreichbar, immer verfügbar.


Dazu gibt es z.B. die Reportage: „Überall und Nirgendwo: Was morgen die Welt bewegt“, am 23. Mai 2011, 21.45 Uhr im Ersten.

Interessant auch eine Radioreportage zum Thema: „Plötzlich offline – Gibt es ein Leben ohne Internet und Handy?“ Hier wird berichtet wie zwei Journalisten im Selbstversuch 1-6 Monate ohne Internet und Handy auskommen. Zu Anfang des „Handysabbats“ ist es typisch, dass es ein Phantombrummen in der Hosentasche gibt. Jugendliche sollen bei ähnlichen Versuchen schon mal Nachts ihr Display leuchten sehen. – Solange sie dabei nicht Halleluja singen, wird es wohl noch unter normalen Entzugserscheinungen abgebucht. 😉

Ben X – ein Film der aufrüttelt!

Ein starker Film von 2008, der viele Themen des Jugendmedienschutzes aufgreift. Alle Infos zum Film bei Wikipedia
Filmheft BenxScreenshot von der Webseite bpb

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung findet ihr ein gutes Filmheft zu BenX mit Hintergründen und Bearbeitungsvorschlägen!
Filmheft Ben X

Ruhe in Frieden! Der erste Friedhof für Avatare im Netz!

„Irgendwann ist das Spiel zu Ende, weil du das höchste Level erreicht hast, oder weil du keine Lust mehr hast und mal was anderes tun willst, oder weil dein reales Leben mehr Zeit fordert. Du möchtest nicht, dass dein Avatar einfach verschwindet, nachdem du so viel Zeit mit ihm verbracht hast. Herolymp gibt dir die Möglichkeit, dich zu verabschieden, ohne dass deine Figur verloren geht. Auf Herolymp kannst du deinen Avatar in einem Memorial verewigen.“ Soweit zur Beschreibung der Website Herolymp.de, die sich StudentInnen der Akademie of Visual Arts und das Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main ausgedacht haben. Durch die hohe Bindungskraft vor allem bei Online Rollenspielen wie z.B. WOW verbringen einige Gamer 40 Stunden (pro Woche) und mehr mit ihren Avataren. Der Ausweg aus der Onlinesucht kann jetzt durch eine erstklassige Avatarbeerdigung unterstützt werden. Ohne professionelle Unterstützung durch Beratungsstellen läuft das aber mit Sicherheit eher als Gamer-Gag.

Falls Bedarf besteht: Friedhof der Avatare